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Die
Anfänge des Altdorfer Frauen- und Juniorinnen-Fußball reichen schon relativ
lange zurück.
Bereits um das Jahr 1988-1989 begann sich eine Frauenmannschaft um Peter
Auer sen. zu
formieren, die auch einige Spiele und Turniere ausgetragen hat. Diese
Bemühungen schliefen aus
verschiedenen Gründen leider wieder ein. Zudem war zu diesem Zeitpunkt
schon einmal eine
Frauenmannschaft beim Ortsnachbarn FV Röthenbach b. Altdorf aktiv.
Einen entscheidenden Impuls setzte
dann im Jahre 1994 der Initiator Dieter Vogt, der aufgrund der
fußballerischen Aktivitäten seiner Tochter beim 1. FC Nürnberg schon
einige Erfahrungen im Mädchen-
und Frauenfußball vorweisen konnte. Er nahm dazu Peter Auer sen. mit ins
Boot. Nach eingehenden
Recherchen und jeder Menge Telefonkontakten in Altdorf und Umgebung konnte
eine vielversprechende
Anzahl von Interessentinnen ausgemacht werden. Eine erste Einladung ins
Sportheim – auch über die
Presse – wurde im Dezember 1994 initiiert, die beiden Protagonisten saßen
nach eigenen Erzählungen
bis ca. 20:00 wie auf heißen Kohlen im Nebenzimmer des Sportheimes,
plötzlich gaben sich innerhalb
kürzester Zeit 22 Frauen und Mädchen die Türklinke in die Hand und das
Nebenzimmer war rappenvoll. Im
März 1995 wurde nochmals eine Versammlung einberufen und bei dieser
Gelegenheit erste Trainings-
Zusammenkünfte vereinbart. Richtig regelmäßig trainiert wurde dann Ende
1995 / Anfang 1996, der Zulauf
an Frauen-Spielerinnen und auch an Mädchen hielt weiterhin an. Zu diesem
Zeitpunkt war dann absehbar,
dass der 1. FC Altdorf ab der Saison 1996/1997 sowohl eine Frauen- als
auch eine Juniorinnenmann-
schaft ins Rennen schicken konnte. Als Trainer der Frauen fungierte Peter
Auer sen. der als Unterstützung
für die Juniorinnenmannschaft auf Ernst Schröder rechnen konnte. Im Rahmen
der Festwoche zum 50-
jährigen Vereinsjubiläum wurde beide Mannschaften erstmalig der
Öffentlichkeit vorgestellt.
Saison
1996/1997: Das erste Spieljahr für die Frauen verlief sensationell, mit
12 Siegen, 36 Punkten
und einem Torverhältnis von 72:4 wurde gleich in der ersten Saison die
Meisterschaft in der B-Klasse
und der Aufstieg in die A-Klasse geschafft. Die Juniorinnen lernten
fleißig hinzu und belegten den 8.
Platz.
Saison
1997/1998: In der A-Klasse Ost blies den Frauen ein rauer Wind ins
Gesicht, am Runden-
ende lag man auf dem letzten Platz, punktgleich mit dem FC Forchheim. In
einem spannenden
Entscheidungsmatch behielten die Altdorfer Frauen mit 2:1 die Oberhand und
sicherten den
Klassenerhalt. Die Juniorinnen waren erfolgreicher, sie sicherten sich in
ihrem zweiten Jahr in der
Kreisgruppe 3 den zweiten Platz.
Saison
1998/1999: Eine weitaus positivere Bilanz konnte man im dritten
Spieljahr ziehen, die Frauen
erreichten einen guten 6. Platz, die Juniorinnen konnten sich in der
Bezirksklasse Nord mit ihrem
Trainergespann Michael Tittmann / Uwe Benz auf dem 4. Platz behaupten.
Saison 1999/2000:
Diese
Spielzeit brachte einige Veränderungen im Altdorfer Lager. Jeanette Arnold
übernahm das Trainerinnen-Amt von Peter Auer sen., der das Training der
Juniorinnen übernahm. Die
Frauen A-Klasse wurde in die Kreisliga umgetauft, die Ligakonkurrenten
blieben die gleichen. In der
Endabrechnung ging es gegenüber dem Vorjahr wieder um einen Platz weiter
nach oben: Platz 4! Die
Juniorinnen erreichten in der Gruppe 2 einen guten dritten Rang.
Saison
2000/2001: Sportlich gesehen waren die Frauen in dieser Saison wieder
erfolgreich. In der
Vorrunde spielte man in der Spitzengruppe mit, am Ende war es wieder ein
guter 4. Platz.
Unerfreulich war die Tatsache, dass die Altdorfer Trainerin bereits in der
Winterpause den
Verlockungen des FCN erlegen war und überdies zum Saisonende noch vier
Spielerinnen nach
Nürnberg mitgenommen hat. Die Juniorinnen spielten ihre Saison in der
Bezirksliga Süd und
erreichten einen hervorragenden 2. Platz.
Saison
2001/2002: Diese Saison stellte die Altdorfer Verantwortlichen vor
größte Probleme. Zum
Glück sprang Oliver Hepp in der Trainer-Position in die Bresche und mit
allergrößten Anstrengungen
konnte unter Einsatz aller personellen Möglichkeiten die Spielrunde mit
Anstand zum glücklichen
Ende gebracht werden. Der Klassenerhalt mit dem Platz 9 wurde erst im
letzten Auswärtsmatch
sicher gestellt. Bei den Juniorinnen machte sich die Talentsuche von
Spielleiter Dieter Vogt erstmals
bezahlt: Nach der Meisterschaft in der Bezirksliga Süd holten sich die
Altdorfer Mädels im Endspiel
gegen den Post SV Nürnberg den Titel des Mittelfränkischen Meisters 2002!
Saison 2002/2003: Aufgrund der
weiterhin prekären personellen Situation bei den Frauen entschloss
man sich, zusammen mit dem TV Leinburg eine Spielgemeinschaft zu gründen. Mit
allergrößten
Anstrengungen konnte man den direkten Abstieg vermeiden, zum Glück musste man
aufgrund der
allgemeinen Tabellenentwicklung zum Relegationsspiel nicht mehr antreten. Der TV
Leinburg been-
dete zum Saisonende wieder die Spielgemeinschaft, die sportlichen Anforderungen
waren für den
Großteil der Leinburger Spielerinnen offenbar doch zu groß. Die Juniorinnen errangen
ganz souverän
in Folge die zweite Meisterschaft in der Bezirksliga Süd, im erneuten Finale um die
Mittelfränkische
Meisterschaft mussten sie sich in einem packenden Finale diesmal dem SV Großenseebach
beu-
gen. Der Titel des „Vizemeisters“ ist jedoch ein weiterer Erfolg.
Saison
2003/2004: Für die Frauen und auch für die Juniorinnen wurde ab dieser
Saison eine
Spielgemeinschaft mit dem SV Rasch ins Leben gerufen. Bei den Frauen wurde
die Kreisliga in die
Bezirksliga umgestuft, die Juniorinnen traten ab sofort auf dem Großfeld
in der Bezirks-Oberliga an.
Vom SV Rasch wurden Klaus Gottschalk und Achim Schenar als Trainer und
Betreuer abgestellt.
Die Frauen erreichten einen respektablen 8. Tabellenplatz, die Juniorinnen
behaupteten sich in einer
sehr starken Liga auf dem 4. Rang.
Saison
2004/2005: Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen mussten die Frauen der
Spielgemein-
schaft Altdorf-Rasch in die Relegation. Dort traf man mit dem SV Großenseebach
auf einen an die-
sem Tag optimal eingestellten Gegner, der in diesem Entscheidungsspiel mit 5:2 die
Oberhand be-
hielt und die SG den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen musste. Die Juniorinnen landeten
auch in
dieser Spielzeit auf einem guten 4. Platz in der Bezirks-Oberliga.
Saison
2005/2006: In diesem Jahr trat die Spielgemeinschaft der Frauen die
Flucht nach vorne an.
Alle spielberechtigten Juniorinnen wurden in die Frauenmannschaft integriert,
eine Maßnahme, die
sich im Nachhinein als richtig herausstellte. Die SG spielte eine Riesensaison in
der Kreisliga Ost,
stellte ungeschlagen in 20 Spielen mit einem Torverhältnis von 111:8 die
Meisterschaft und den sofor-
tigen Wiederaufstieg sicher. Dass dies natürlich zu Lasten der Juniorinnen ging,
war verständlich.
Dennoch erreichten die Juniorinnen einen guten 6. Platz in der Bezirks-Oberliga.
Mit Beendigung der
Saison wurde nach 3 Jahren der guten Zusammenarbeit die Spielgemeinschaft mit dem SV
Rasch
wieder im freundschaftlichen Einvernehmen beendet.
Saison
2006/2007: Die Saison begann mit wichtigen personellen Veränderungen.
Für die Frauen
konnte mit Jürgen Baumgärtner ein qualifizierter, engagierter Trainer
verpflichtet werden. Bei den
Juniorinnen unterstützte Karl-Heinz Eckstein seinen Mitstreiter aus
früheren Zeiten, Peter Auer sen.,
als Mitbetreuer für eine Spielzeit. Mit einer Aufholjagd in der Rückrunde
erreichten die Frauen als
bester Aufsteiger den 5. Platz in der Bezirksliga. Die mit vielen
Neulingen in der Bezirksliga Ost
angetretenen Juniorinnen erreichten den 7. Tabellenplatz.
Saison
2007/2008: Der bereits im Vorjahr ersichtliche Aufschwung bei den Frauen
setzte sich in
dieser Saison eindrucksvoll fort. Mit einer Super-Saison, sowohl in den
Punktspielen, in den Pokal-
begegnungen und in der Halle erregten die Altdorfer Frauen aufsehen. In den
entscheidenden Spielen
konnten sich die Frauen souverän durchsetzen und die Meisterschaft in der Bezirksliga Ost
und
damit den Aufstieg in die Bezirks-Oberliga sicherstellen. Ab dieser Spielzeit übernahm der
Frauen-
trainer auch die Trainingsdurchführung und Spielbetreuung bei den Juniorinnen. Auch hier konnte eine
gewisse positive fußballerische Entwicklung festgestellt werden, was sich auch in der Tabelle der
Bezirksliga Ost mit dem 5. Platz niederschlug.
Saison
2008/2009:
Ausgehend von
einer gelungenen Auftaktveranstaltung zur Eröffnung der BOL-
Saison sorgten die Altdorfer Frauen von Beginn der Saison an in der
Bezirksoberliga für Furore. Als
Herbstmeister konnte „überwintert“ werden, in der Rückrunde gab es einen
kleinen Durchhänger und
als die Meisterschaft nach einer Heimniederlage gegen Weißenburg faktisch
entschieden war, beka-
men die Altdorfer Frauen aufgrund der überraschenden Abmeldung des
Osternoher Teams eine noch-
malige Chance auf den Titelgewinn. Diese Möglichkeit wurde dann auch in
den folgenden Spielen
genutzt und mit einem auch etwas glücklichen Sieg am letzten Spieltag in
Obereichstätt konnte die
Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga Nord gefeiert werden. Die
U17-Juniorinnen steiger-
ten sich nach einer happigen Auftaktniederlage gegen den späteren Meister
SV Stauf von Spiel zu
Spiel und sicherten sich am Ende der Saison mit einem Remis in Schwabach
einen hervorragenden
zweiten Platz in der Bezirksliga Ost.
Saison 2009/2010:
Aufgrund
der Tatsache, dass aus dem eigenen Nachwuchs etliche Spielerinnen
in den Frauenbereich aufrückten, entschloss man sich, eine weitere
Frauenmannschaft in der Kreis-
liga anzumelden. Das Wagnis, sich trotz personeller Engpässe den
Herausforderungen in der
Leistungsklasse Landesliga zu stellen war für die junge Altdorfer
Mannschaft der Frauen I letztend-
lich eine wichtige Erfahrung. Bei vielen Begegnungen war der Aufsteiger
zumindest ebenbürtig,
letztendlich konnte man als Viertletzter in einer Zwölfergruppe den
Abstieg doch nicht vermeiden.
Das Team Frauen II schlug sich trotz permanenter Personalsorgen recht
wacker und belegte zum
Ende der ersten Saison einen beachtlichen 5. Tabellenplatz. Ähnlich erging
es den U17-Juniorinnen,
auch hier war ein Neuaufbau erforderlich. Dennoch konnten sie sich in der
Bezirksliga Süd ganz gut
etablieren, der 5. Platz in der Abschlusstabelle ist durchaus
zufriedenstellend. |